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Minenjagdboot "Bad Rappenau" bricht ins Mittelmeer auf
Minenjagdboot "Bad Rappenau" bricht ins Mittelmeer auf
aufgenommen am: 11.08.2010
Autor: Presse- und Informationszentrum Marine
Kategorie: Gesellschaft

Das Minenjagdboot "Bad Rappenau" verlässt am Samstag, den 14. August, um 10 Uhr seinen Heimathafen Kiel in Richtung Mittelmeer. Die Besatzung beteiligt sich mit ihrem Boot an dem Ständigen NATO-Minenabwehr-Verband SNMCMG 2 (Standing NATO Mine Counter Measure Group 2).

Minenjagdboot

Foto: © PIZ Marine
Fotograf: Björn Wilke
Objektbeschreibung: Im Rahmen des Manövers FLOTEX fand die Sanitätsübung SCHNELLER DELPHIN statt. Bei einem simulierten Unfall zwischen einem Schnellboot und der ALSTER kam es zu einem Brand und es gab mehrere Verletzte. Durch die Unterstützung von mehreren Marine Einheiten und der Bundespolizei konnten alle Verletzten versorgt und mit Hubschraubern und Speedbooten abtransportiert werden.

Der Minenabwehrverband der NATO ist ein multinationaler Verband und steht derzeit unter griechischer Führung. Zur Zeit beteiligen sich Minenjagdeinheiten aus Griechenland, der Türkei, Spanien und Italien. Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Rene Halfmann (34) wird die 45-köpfige Besatzung der "Bad Rappenau" bis voraussichtlich Dezember dieses Jahres im Mittelmeer operieren.

Während des Einsatzes wird der Kieler Minenjäger Mittelmeeranrainerstaaten wie Italien, Spanien, Türkei, Griechenland und Ägypten besuchen. "Wir werden uns in ständiger Einsatzbereitschaft befinden und wenn in unserem Bereich irgendetwas passiert, dann sind wir vor Ort" so Halfmann. Eine der wichtigsten Aufgaben wird es sein, Altlasten - wie Minen oder Munition - aus den Weltkriegen aufzuspüren und zu beseitigen.

Motivation und Routine

"Die Teilnahme an der Einsatzgruppe ist der Lohn für die fordernden Übungen der Besatzung in den letzten Monaten. Wir freuen uns darauf, in der NATO-Gruppe neue Erfahrungen im Bereich Einsatz und der Zusammenarbeit mit Einheiten anderer Länder zu sammeln. Aber auch im persönlichen Bereich ist die Teilnahme sicher eine Bereicherung für die ganze Besatzung", schilderte Kommandant Halfmann. Er war selbst bereits 2006 als Wachoffizier in der NATO-Force, wodurch ihn vieles "nicht mehr überraschen" wird.

Hintergründe zur SNMCMG 2

Die Standing NATO Groups sind die ständigen multinationalen maritimen Reaktionsverbände, welche sicherstellen, dass die NATO schnell und flexibel operieren kann. Insgesamt unterhält die NATO vier dieser Marineverbände.

Um ihre Einsatzbereitschaft und Operationsfähigkeit zu erhalten, nehmen die Flottenverbände jährlich an verschiedenen nationalen und internationalen Übungen teil. Die Verbände besuchen regelmäßig verschiedene Häfen. Dabei laufen sie auch Häfen von nicht NATO-Mitgliedsstaaten an.

Zu den Aufgaben der Verbände gehören seit der veränderten sicherheitspolitischen Lage weltweit auch Embargooperationen, "Search and Rescue" (Suche und Rettung)-Operationen, humanitäre Hilfseinsätze, Katastrophen- und Anti-Terroreinsätze.

Kontakt:

Presse- und Informationszentrum Marine, Außenstelle Kiel
Fregattenkapitän Achim Winkler
Tel.: 0431-384-1410 / 0151-14626040
FAX: 0431-384-1412
e-Mail: Achim2Winkler@bundeswehr.org

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